Linke fordert Rettung des VW-Zuliefererstandorts Harzgerode

Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt hat einen Antrag zur Sicherung der Arbeitsplätze am Standort Harzgerode eingebracht. Wie der wirtschaftspolitische Sprecher Wulf Gallert mitteilte, sei die Insolvenz des Automobilzulieferers Bohai Automotive vor einem Jahr eine direkte Folge der Preispolitik des VW-Konzerns.

Der Standort sei von struktureller Bedeutung für die gesamte Region und habe in der Vergangenheit maßgeblich zum Konzernergebnis beigetragen.

Die Landesregierung müsse nun alles daransetzen, gemeinsam mit den Landesregierungen Thüringens und Niedersachsens sowie der Bundesregierung eine Lösung zu finden. Konkret fordert die Fraktion, die angekündigte Entscheidung von VW rückgängig zu machen, ab August 2026 keine Teile mehr aus Harzgerode zu beziehen.

Sollte VW bei dieser Entscheidung bleiben, müsse die Landesregierung zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit eine Auffanggesellschaft initiieren, um Zeit für die Suche nach neuen Auftraggebern zu gewinnen.

Die Produktion in Harzgerode war zu 80 Prozent auf den VW-Konzern ausgerichtet. Die überraschende Ankündigung Ende April bedeute faktisch die Abwicklung der Aluminiumverarbeitung am Standort.

Die Linke wirft dem Konzern vor, Zulieferer durch die Abnahmepreise wirtschaftlich in die Abhängigkeit zu treiben und damit Wertschöpfungsketten in Deutschland nachhaltig zu zerstören.

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