Die Polizei im Altmarkkreis Salzwedel hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg politisch motivierter Straftaten verzeichnet. Wie das Polizeirevier Altmarkkreis Salzwedel am Donnerstag mitteilte, wurden 2025 insgesamt 248 solcher Taten registriert.
Das ist ein signifikanter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Der Anteil am Gesamtstraftatenaufkommen bleibt mit 5,6 Prozent jedoch weiterhin gering.
Mit 91,9 Prozent überwiegt die politisch rechts motivierte Kriminalität deutlich.
Auf politisch links motivierte Taten entfallen vier Prozent. Hauptsächlich wurden Propagandadelikte wie die Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und Sachbeschädigungen durch Graffiti erfasst.
Auch die Zahl der Verfahren im Zusammenhang mit Hasskriminalität im Internet stieg weiter an. Die Zahl der politisch motivierten Gewaltdelikte blieb mit drei Taten niedrig.
Zwei dieser Taten ereigneten sich im Februar im Umfeld des Autonomen Zentrums „Kim Hubert“ in Salzwedel. Dabei handelte es sich um Körperverletzungsdelikte, eine Tat wurde als links-, die andere als rechtsmotiviert eingestuft.
Ein weiteres Gewaltdelikt war eine Widerstandshandlung gegen Polizeibeamte nach dem öffentlichen Zeigen des Hitlergrußes.
Im Altmarkkreis wurden zudem 38 antisemitische Straftaten registriert, von denen 37 aufgeklärt werden konnten. Die Steigerung vor allem bei rechten Propaganda- und antisemitischen Delikten ist nach Polizeiangaben auf einen Verfahrenskomplex mit einer Vielzahl von Einzeltaten zurückzuführen, der gegen einen bekannten Tatverdächtigen geführt wird.
Die Aufklärungsquote liegt mit 82,3 Prozent weit über dem Landesdurchschnitt von 43,1 Prozent. Die von der Polizei im Jahresverlauf begleiteten Versammlungen zu den Themen Ukraine- und Gazakrieg, Klimawandel und Flüchtlingspolitik verliefen grundsätzlich friedlich und störungsfrei.
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