US-Börsen schließen freundlich: Arbeitsmarktdaten überraschen positiv und stärken Konjunkturzuversicht

Die US-Börsen haben am Freitag zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.609 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von wenigen Punkten im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 7.399 Punkten 0,8 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 29.235 Punkten 2,4 Prozent im Plus.

„Die Wirtschaft in den USA hat im April mit 115.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als die vom Markt erwarteten 65.000“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Auch die Stundenlöhne sind mit 0,2 Prozent schwächer als die erwarteten 0,3 Prozent gestiegen. Die Zahlen relativieren ein potenzielles Stagflationsszenario in den USA und geben den Investoren wieder mehr konjunkturelle Zuversicht.“

Insgesamt zeichneten die in dieser Woche vorgelegten Arbeitsmarktindikatoren damit allerdings ein sehr ambivalentes Bild, so Lipkow. „Es muss sich erst noch zeigen, ob die US-Wirtschaft weiter robust bleibt oder aber der Konsumverzicht aufgrund gestiegener Inflationserwartungen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und damit auch auf die zukünftigen operativen Ergebnisse der Unternehmen haben wird.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagabend etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1764 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8501 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.743 US-Dollar gezahlt (+1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,62 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 100,60 US-Dollar, das waren 55 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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