Bundesländer erwarten Hunderte Millionen Zusatzkosten durch bessere Beamtenbesoldung nach Verfassungsgerichtsbeschluss

Die Länder müssen in den kommenden Jahren Hunderte Millionen zusätzlich ausgeben, um ihre Beamten nach einem Beschluss des Verfassungsgerichts ausreichend zu bezahlen. Das ergibt eine Umfrage des „Spiegel“ bei den zuständigen Ministerien.

Schleswig-Holstein rechnet mit 460 Millionen Euro mehr für 2025 und 2026, danach mit 500 Millionen Euro pro Jahr. Finanzministerin Silke Schneider (Grüne) sagte, die rechtlich notwendige Anpassung sei eine „ganz erhebliche Herausforderung“ für die kommenden Jahre. Hessen geht von 755 Millionen Euro zusätzlich im Jahr aus. Mit den Tariferhöhungen steigen die Bezüge der hessischen Beamten demnach innerhalb von anderthalb Jahren um fast 14 Prozent. Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte, das bringe den Haushalt an „Belastungsgrenzen“. Berlin kann keine Summe nennen, hat aber „finanzielle Vorsorge“ getroffen: 493 Millionen Euro für 2025 und 2026. In Brandenburg sind es geschätzt zwischen 300 und 600 Millionen Euro mehr pro Haushaltsjahr.

Das höchste Gericht hatte im November verkündet, dass ein Großteil der Beamten zu wenig verdient. Der Beschluss bezog sich auf Berlin, wirkt jedoch darüber hinaus. Die Berechnungen sind komplex, etliche Länder nennen daher noch keine Zahlen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Angst vor Spionage: US-Delegation hat in China spezielle Handys

    Beim Besuch des US-Präsidenten in China haben offenbar sowohl Trump selbst als auch zahlreiche Mitarbeiter und Sicherheitskräfte ihre gewöhnlichen Mobiltelefone und digitalen Geräte zu Hause gelassen. Stattdessen sollen sie speziell…

    Karlspreis 2026: Mario Draghi in Aachen geehrt – Merz lobt Notenbanker der Euro-Krise

    Im Krönungssaal des Aachener Rathauses ist am Donnerstag der Karlspreis an den früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) und ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi verliehen worden.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert