17 Millionen Euro für Modellierungsnetz gegen Infektionskrankheiten

Das von der Universitätsmedizin Halle koordinierte Modellierungsnetz für schwere Infektionskrankheiten (MONID) hat eine zweite Förderphase erhalten. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) stellt dafür bis Ende 2029 rund 17 Millionen Euro bereit, teilte die Universitätsmedizin Halle mit.

Das Netzwerk wurde 2022 ins Leben gerufen und soll die Verbreitung von Infektionskrankheiten vorhersagen, Risiken einschätzen und Schutzmaßnahmen entwickeln.

In der zweiten Phase wird das Forschungsspektrum erweitert: Neben Atemwegserkrankungen wie dem Coronavirus befassen sich sieben neue Forschungsverbünde künftig auch mit vektorübertragenen Infektionskrankheiten, die etwa durch Zecken oder Mücken verbreitet werden. Die Universitätsmedizin Halle übernimmt erneut eine zentrale Rolle mit einem eigenen Projekt und der Koordinierungsstelle.

Zum Auftakt der neuen Förderphase findet vom 20. bis 22. Mai die vierte MONID-Jahrestagung in der Leopoldina in Halle statt.

Mehr als 150 internationale Forschende diskutieren dort über den aktuellen Stand der Infektionsmodellierung. Die Konferenzsprache ist Englisch, ausgewählte Experten und das Veranstaltungsteam stehen auch auf Deutsch für Fragen zur Verfügung.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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