IW und ZIA: Stimmung in der Immobilienwirtschaft bricht ein – Erwartungen stürzen ab

Die Stimmung in der deutschen Immobilienwirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2026 deutlich verschlechtert. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf die aktuelle Sommerbefragung zum Immobilienstimmungsindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Branchenspitzenverbandes ZIA.

Die Bewertung der Geschäftslage sinkt demnach um 6,7 Punkte auf 7,9, während die Erwartungen um 27,8 Punkte auf minus 11,4 abstürzen. Insgesamt fällt das Immobilienklima um 17,5 Punkte auf minus 2,0 und rutscht damit wieder in den negativen Bereich. Befragt wurden Geschäftsführer und leitende Angestellte von rund 1.200 Unternehmen der Branche.

Die negative Entwicklung zieht sich laut Studie durch nahezu alle Segmente. Im Büromarkt bleibe die Lageeinschätzungen zwar noch vergleichsweise stabil, die Erwartungen kippen jedoch deutlich ins Minus. Im Wohnsegment beschleunigt sich der Abwärtstrend, was die Autoren unter anderem mit regulatorischen Unsicherheiten und gestiegenen Kosten begründen. Besonders angespannt bleibt die Projektentwicklung: Die Geschäftslage verharrt auf sehr niedrigem Niveau.

ZIA-Präsidentin Iris Schöberl sagte dem „Handelsblatt“, der Stimmungseinbruch sei kein Betriebsunfall des Marktes, sondern ein lautes Alarmsignal an die Politik. Immer neue Debatten über Mietendeckel, Regulierung und Eingriffe würden verunsichern. Unternehmerisches Handeln und Investitionen bräuchten Vertrauen – und Vertrauen wachse nur auf verlässlichem Boden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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