SPD weist Dobrindts Bürgergeld-Pläne zurück: Milliardeneinsparungen nicht zu erzielen

Die SPD hat den Vorstoß von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zur Kürzung des Bürgergeldes zurückgewiesen.

Der Vorsitzende des Arbeitsausschusses im Bundestag, Bernd Rützel (SPD), sagte der „Rheinischen Post“: „Es ist leicht, zu sagen, wenn man Menschen wenige Euro wegnimmt, dass dann die Wirtschaft wieder brummt oder man erhebliche Einsparungen erzielen kann. Die Realität ist eine andere.“

Zugleich sagte Rützel, aus dem Wahlkampf müsse der Minister doch wissen, dass Milliardeneinsparungen nicht zu erzielen seien. Die größeren Einsparungen erreiche man, wenn man die Menschen in Arbeit bringe. Änderungen beim Bürgergeld hätten zudem Folgen über die Gruppe der Empfänger hinaus. Kürzungen würden sich auf viele andere Menschen auswirken, die mit dem reinen Bürgergeld nicht unbedingt etwas zu tun hätten, unter Umständen auf Wohngeldempfänger oder Aufstocker.

Zugleich verwies Rützel auf die geltenden Regeln zur Anpassung der Leistung. „Für die Anpassung der Leistung gibt es auch einen festen Mechanismus, einen Warenkorb. Es kann also auch zu einer Nullrunde kommen“, sagte Rützel.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    ARD weist BSW-Vorwürfe zu Talkshow-Einladungen zurück: Redaktionen entscheiden allein

    Die ARD weist den Vorwurf des BSW zurück, die Partei werde von politischen Talkshows ausgegrenzt. „Die großen politischen Talkformate der ARD sind keine Ersatzparlamente“, heißt es in einer E-Mail der…

    Ifo-Analyse: Fracking kann Erdgasversorgung langfristig verbessern, aber nicht kurzfristig helfen

    Fracking könnte die Erdgasversorgung in Deutschland langfristig verbessern, jedoch nicht kurzfristig bestehende Engpässe beheben oder die Gaspreise spürbar senken. Das geht aus einer Analyse des Ifo-Instituts hervor, die am Mittwoch…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert