Sachsen hat ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der beruflichen Bildung vorgestellt. Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter (SPD) hat am Donnerstag in Leipzig ein Ausbildungszentrum und einen Handwerksbetrieb besucht, um sich über die aktuelle Lage zu informieren.
Das teilte das Sächsische Wirtschaftsministerium mit.
Im Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig (ZAW) machte sich Panter ein Bild von der Ausbildung in technischen Berufen. Der Freistaat stellt im Rahmen des „Zukunftspakets I“ rund 11 Millionen Euro aus dem Sachsenfonds für die Modernisierung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten bereit. „Gute Ausbildung, Fachkräfte und starke Unternehmen sichern Sachsens Zukunft“, sagte Panter.
Die überbetrieblichen Angebote seien unverzichtbar, da kleine und mittlere Unternehmen oft nicht alle Maschinen oder Fachgebiete für die gesamte Ausbildung vorhalten könnten.
Zudem wurde der Meisterbonus von 2.000 auf 3.000 Euro erhöht. Seit seiner Einführung 2016 wurde er an mehr als 10.500 Meister ausgezahlt.
Im Jahr 2025 legten 823 Handwerker ihre Meisterprüfung ab – der höchste Wert seit zehn Jahren. Hintergrund ist der hohe demografische Druck: Rund 40 Prozent der Betriebsinhaber im sächsischen Handwerk sind älter als 55 Jahre, in den kommenden zehn Jahren stehen etwa 19.000 Betriebsübergaben an.
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