Systemsprenger in der Jugendhilfe: Menschenrechtsinstitut kritisiert freiheitsentziehende Maßnahmen

Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) warnt in der Debatte über die überlastete Kinder- und Jugendhilfe davor, sogenannte Systemsprenger in geschlossenen Heimen unterzubringen.

Freiheitsentziehende Maßnahmen dürften bei Kindern und Jugendlichen nur als äußerstes Mittel und für den kürzesten möglichen Zeitraum eingesetzt werden, sagte Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention des Instituts der „Rheinischen Post“. Sie seien grundsätzlich zu vermeiden. Die Empfehlungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes seien eindeutig: Statt neue Einrichtungen zu schaffen, müssten ambulante Hilfen für Kinder und Familien gestärkt werden.

Wegen der Überforderung der Jugendämter mehren sich in den Bundesländern politische Debatten über geschlossene Einrichtungen für „Systemsprenger“ – also verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche, bei denen alle anderen Hilfsangebote an Grenzen stoßen. Das DIMR beobachtet als Deutschlands nationale Menschenrechtsinstitution die Umsetzung von Menschenrechten und berichtet an die Vereinten Nationen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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