Huthi-Raketenangriff auf Saudi-Arabien als Vergeltung für Luftschläge im Jemen

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben einen Raketenangriff auf Saudi-Arabien gemeldet. Zuvor hatte Riad am Freitag Ziele der Miliz im Jemen bombardiert.

Am frühen Samstag erklärte das huthi-eigene Medium Ansarollah, ein „jemenitischer Raketenschlag“ habe Brände in der saudischen Stadt Dschisan ausgelöst. Die saudischen Behörden hatten für die Region zuvor Notfallwarnungen ausgegeben.

Die Huthis hatten Vergeltung angekündigt, nachdem Saudi-Arabien am Freitag Luftangriffe auf ihre Stellungen in der jemenitischen Hafenstadt Hudaida und auf einer benachbarten Insel geflogen war.

Parallel dazu gab es erstmals seit zwei Wochen über Nacht keine Meldungen über Luftschläge der USA oder des Iran in der weiteren Region.

Das US-Militär verkündete für Samstag keine neuen Angriffe auf den Iran. Zuvor hatte Washington 13 Nächte in Folge Attacken gegen das Land geflogen. Der Iran wiederum hatte in dieser Zeit Drohnenangriffe auf US-Einrichtungen und Stützpunkte im Nahen Osten durchgeführt.

Bereits zuvor war eine Delegation aus Oman laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna zu Gesprächen über die Straße von Hormus in Teheran eingetroffen. Der Oman kontrolliert die Südküste der strategischen Meerenge.

US-Präsident Donald Trump drohte im Weißen Haus vor Journalisten erneut mit weiteren Schlägen, sagte jedoch auch, dass die Verhandlungen andauerten. „Wir reden mit ihnen. Ich denke, sie meinen es ernst. Sie sind mit Abstand am ernsthaftesten, seitdem wir mit ihnen zu tun haben – aber das heißt nicht, dass wir ans Ziel kommen“, sagte Trump.

Auf die Frage nach seiner Ausstiegsstrategie für den Iran-Krieg antwortete er: „Es gibt einen militärischen Ausstieg, bei dem wir so weitermachen wie bisher – mit einer noch härteren Gangart, die alles zerstört, was sie haben. Oder es gibt eine intelligentere Strategie: einen Deal abschließen.“ Allerdings fügte er hinzu: „Wir sind schussbereit. Wir können jederzeit losschlagen.“

Zuletzt hatte das US-Militär gemeldet, es habe in der Straße von Hormus einen Tanker im Golf von Oman beschossen und manövrierunfähig gemacht. Das Schiff habe versucht, die US-Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen. Es ist bereits der zweite Frachter, den die USA seit der Wiedereinführung der Blockade Anfang des Monats außer Gefecht gesetzt haben sollen.

Berichten zufolge planen die USA und Großbritannien für nächste Woche eine Konferenz in London zur Straße von Hormus. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine sollen an dem Treffen teilnehmen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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