NRW-Verkehrsminister fordert Bundeshilfe für marode Wasserstraßen und Schleusen

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) fordert, dass der Bund einen Teil des Geldes aus dem 500-Milliarden-Euro-Infrastrukturpaket für Wasserstraßen in NRW verwendet. „Ja, wir haben Schleusen, die sind so alt, da gab es in Deutschland noch einen Kaiser“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Auch viele Brücken sind zu niedrig für den Schiffsverkehr und müssten erhöht werden. Für die Wasserstraßen ist der Bund zuständig, und er muss sich kümmern.“

In NRW habe man für die Wasserstraßen in den nächsten sechs Jahren einen Investitionsbedarf von 1,7 Milliarden Euro errechnet. „Beim 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen sind die Wasserstraßen bisher gar nicht berücksichtigt. Das ist völlig unverständlich“, kritisierte Krischer. „So wichtig das Geld für Autobahnen und Schienen ist, wir dürfen die Binnenschifffahrt nicht vergessen, denn der Verkehrsträger hat noch großes Potenzial.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Hofreiter fordert EU-Fonds ohne Ungarn zur Ukraine-Finanzierung und Sanktionen gegen Orban

    Der Vorsitzende des Europaausschusses des Bundestags, Anton Hofreiter (Grüne), hat zur Finanzierung der Ukraine einen zwischenstaatlichen Fonds ohne Beteiligung Ungarns gefordert.„Es ist in unserem Sicherheitsinteresse, dass die Ukraine finanziert wird…

    EuGH stärkt Rechte von Transpersonen: EU-Staaten müssen Verfahren zur Geschlechtsanerkennung schaffen

    Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat die Rechte von transgeschlechtlichen Menschen gestärkt. EU-Mitgliedstaaten seien verpflichtet, klare, zugängliche und wirksame Verfahren für die rechtliche Anerkennung der von einer Person gelebten…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert