
In Sachsen haben sich über 6.400 Menschen an der ersten bundesweiten Mobilfunkmesswoche beteiligt und dabei rund 5,8 Millionen Messpunkte erfasst. Die Erhebung fand im Zeitraum vom 19. Mai bis 8. Juni statt und wurde durch eine spezielle App unterstützt, die im Hintergrund die Mobilfunkqualität erfasste, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit.
Digitalminister Dirk Panter (SPD) dankte den Teilnehmern und betonte die Bedeutung der gesammelten Daten für Gespräche mit Mobilfunknetzbetreibern und Kommunen.
Die Ergebnisse zeigen, dass in Sachsen überwiegend Mobilfunk mit hohen Bandbreiten zur Verfügung steht.
53,03 Prozent der Messpunkte registrierten 4G, während 45,22 Prozent 5G erfassten. 1,02 Prozent der Messpunkte ermöglichten nur die klassische Telefonie (2G), und 0,73 Prozent verzeichneten keinen Empfang.
Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt liegen die Werte für 2G und keinen Empfang in Sachsen leicht darunter.
In den vergangenen Jahren wurden in Sachsen erhebliche Fortschritte beim Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur erzielt. Der Freistaat liegt in der Flächenversorgung über dem Bundesdurchschnitt, und nur noch 0,07 Prozent der Landesfläche gelten als Funkloch.
Die Schließung von Funklöchern werde aktiv unterstützt, und die Task Force Mobilfunk begleitet die Standortsuche neuer Anlagen. Panter betonte, dass eine vollständige Abdeckung nicht realistisch sei, jedoch keine weißen Flecken dort bestehen sollen, wo Menschen leben und arbeiten.
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