US-Importzölle in Kraft: Höchster Satz seit 1935 trifft EU und globale Handelspartner

Nach monatelangen Verzögerungen und Fristverlängerungen sind die von US-Präsident Donald Trump angekündigten höheren Importzölle gegen zahlreiche Länder in Kraft getreten. „Es ist Mitternacht. Milliarden von Dollar an Zöllen fließen jetzt in die Vereinigten Staaten von Amerika“, schrieb der Präsident am Donnerstag um Mitternacht (6 Uhr deutscher Zeit) auf seiner Plattform Truth Social.

Die meisten Importe in die Vereinigten Staaten unterliegen nun einem Grundzollsatz von zehn Prozent, wobei der durchschnittliche effektive Zollsatz auf über 17 Prozent steigt. Das ist der höchste seit 1935. Für die meisten Waren aus der Europäischen Union gelten Zölle von 15 Prozent. Trump hat aber bereits gedroht, die Zölle für die EU auf 35 Prozent zu erhöhen, wenn sie ihre Investitionszusagen nicht einhalten sollte.

Im Rahmen des Zoll-Deals zwischen den USA und der EU hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zugesagt, dass die EU 600 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten investieren wird. Allerdings gibt es in dem Punkt offensichtlich unterschiedliche Auffassungen. So sprach Trump zuletzt von einem „Geschenk“ und sagte, dass die USA selbst entscheiden könnten, worin investiert werden soll. Die EU-Kommission berief sich dagegen auf Interessenbekundungen europäischer Firmen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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