Linksjugend und Abgeordnete fordern Ende der Abschiebehaft für kurdischen Aktivisten

Die Linksjugend Sachsen und die Bundestagsabgeordnete Zada Salihović (Linke) haben die sofortige Entlassung des kurdischen Aktivisten Hamza A. aus der Abschiebehaft gefordert. Der Mann befindet sich seit dem 17. Juni in Dresden in Haft und ist seit 54 Tagen im Hungerstreik, sagte die Linksjugend am Freitag.

Sein Gesundheitszustand sei lebensbedrohlich, da er bereits 22 Kilo verloren habe.

Pit Klaves, Landessprecher der Linksjugend Sachsen, sagte, die Haftbedingungen seien ein „Angriff auf die Menschenwürde“. Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) werde aufgefordert, die Abschiebehaft zu beenden.

Auch die Bundestagsabgeordnete Salihović kritisierte die Zustände in der Dresdner Abschiebehaft und warf der Landesregierung vor, rechtswidrige Praktiken zu dulden.

Der Sächsische Flüchtlingsrat habe über Isolation, permanente Überwachung und körperliche Übergriffe in der Haftanstalt berichtet. Salihović sagte, dass die Betroffenen keine Straftaten begangen hätten, sondern allein aufgrund ihrer Herkunft inhaftiert worden seien.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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