Iranische Flüchtlinge warnen vor Hinrichtungen und Terror nach Israel-Eskalation

Nach der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran warnt der Verein Iranischer Flüchtlinge in Berlin vor Vergeltungsakten des Regimes im Iran. „Wir befürchten, dass politische Gefangene – darunter auch die fälschlicherweise beschuldigten Spione, Doppelstaatler und Freiheitskämpfer – nun als Rache hingerichtet werden“, sagte Hamid Nowzari, Geschäftsführer des Vereins Iranischer Flüchtlinge in Berlin, der „Welt“.

Besorgt zeigte sich Nowzari auch über mögliche Repressionswellen gegen die Zivilgesellschaft im Iran. Für die iranische Demokratiebewegung könnte der israelische Angriff aus seiner Sicht negative Folgen haben. „Das Regime könnte die Situation nutzen, um Proteste im Keim zu ersticken“, sagte er. „Viele Exil-Iraner glauben nicht, dass ein militärischer Schlag das Regime schwächt – im Gegenteil: Es gibt ihm einen Vorwand, hart gegen Oppositionelle durchzugreifen.“

Zudem warnte Nowzari vor Terror in Europa: „Wenn Teheran keine militärisch große Antwort geben kann, wird das Regime auf bewährte Mittel wie gezielte Anschläge, Sabotage oder Terrorakte zurückgreifen – auch in Europa.“ Die aggressive Rhetorik gegenüber westlichen Staaten habe zuletzt „spürbar zugenommen“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Berliner Regierungschef Wegner: Steinmeiers Ja zu Olympia 2036 ist starkes Signal für Demokratie und Freiheit

    Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), hat die Unterstützung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für eine Olympia-Bewerbung 2036 begrüßt.Wegner sagte am Sonntag der ARD, er sei „sehr erleichtert“ und…

    SPD-Fraktionschef Miersch im ARD-Interview: Auch Bundestagsabgeordnete sollen in gesetzliche Rentenversicherung einzahlen – Regierung arbeitet in Sommerpause weiter

    SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert, dass auch Bundestagsabgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen. Das sagte er am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“.Mit Blick auf die Debatte, ob Beamte…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert