Jürgen Hardt fordert stärkere deutsche Präsenz im Ausland und mehr Fokus auf Nachrichtendienste

Kurz vor dem Nato-Gipfel hat der außenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CDU), eine stärkere Präsenz Deutschlands im Ausland gefordert. „Deutschland sollte den Nato-Partnern offensiv anbieten, auch über Litauen hinaus Truppen für die gemeinsame Sicherheit im Ausland zu stationieren“, schrieb Hardt in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ am Dienstag. „Unser quantitatives Angebot – 3,5 Prozent vom BIP für Verteidigung plus 1,5 Prozent für Infrastruktur – würde eine zusätzliche qualitative Komponente erhalten und damit unsere gemeinsame Abschreckung durch deutsche Bereitschaft sinnvoll verstärken.“

Zudem fordert Hardt, einen neuen Fokus auf die Nachrichtendienste zu legen. „Sie profitieren zwar auch von größerem Haushaltsspielraum, benötigen aber gesetzgeberische Rahmenbedingungen und nicht nur restriktive, sondern auch klare und flexible Mandate, um Kompetenzen in Cyberabwehr, hybrider Bedrohungserkennung und präventiver Analyse auszubauen“, so der CDU-Politiker.

Als drittes Element schlägt Hardt eine stärkere Einbindung der Länder und Kommunen in die Sicherheitsstrategie des Bundes vor. „Cybervorfälle, Grenzsicherheit und Krisenmanagement betreffen Landesbehörden in erheblichem Maße. Der Nationale Sicherheitsrat wird an dieser Stelle entscheidend vernetzen müssen“. Aus Sicht von Hardt räche sich immer wieder, dass die Länder bei der Erstellung der Nationalen Sicherheitsstrategie außen vor gelassen worden seien.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    DIW-Chef Fratzscher warnt vor Enteignungen in Berlin: Sie würden Mieten erhöhen und Wohnraum vernichten

    Die Enteignung von Wohnungskonzernen in Berlin wäre nach Einschätzung des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, ein „schwerwiegender Fehler“. Eine Vergesellschaftung würde letztlich die große Mehrheit der…

    Yayoi Kusama ist tot: Japanische Künstlerin der Polka Dots stirbt in Tokio

    Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist tot. Sie starb bereits am 14. August in einem Krankenhaus in der japanischen Hauptstadt Tokio, wie das Yayoi Kusama Museum und die Yayoi Kusama…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert