Die Linke in Sachsen-Anhalt hat die Nominierung von Wirtschaftsminister Sven Schulze zum CDU-Spitzenkandidaten scharf kritisiert. Die Landesvorsitzende Janina Böttger und Fraktionschefin Eva von Angern warfen Schulze in einer gemeinsamen Erklärung am Donnerstag vor, keine Lösungen für die Bildungs- und Gesundheitsprobleme des Landes zu haben.
Sie bemängelten insbesondere den Ärztemangel und die Situation an Schulen.
Die Linke-Politikerinnen zeigten sich zwar respektvoll gegenüber dem scheidenden Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU), übten aber deutliche Kritik an Schulzes bisheriger Arbeit als Wirtschaftsminister. Die geplante Intel-Ansiedlung in Magdeburg und der Strukturwandel seien unter seiner Führung nicht vorangekommen.
Gleichzeitig verlören viele Menschen in Sachsen-Anhalt ihre Arbeitsplätze.
Die Linke betonte ihr eigenes Programm für soziale Gerechtigkeit und bekräftigte ihren Kampf gegen Rechtsextremismus. Die Partei fordert unter anderem mehr Lehrkräfte, bessere Gesundheitsversorgung und Maßnahmen gegen Kinderarmut.
Die CDU stehe vor der Entscheidung, ob sie sich der AfD annähere oder zu sachorientierter Politik zurückkehre.
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