DAX startet mit 1,1 Prozent Gewinn – Fed-Sitzung und Euro-Schwäche beeinflussen Kurs

Der Dax ist am Donnerstag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.625 Punkten berechnet und damit 1,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Sartorius und SAP, am Ende Continental, BASF und Beiersdorf. Bei Conti liegt das daran, dass die Automotive-Sparte unter dem Namen Aumovio jetzt eigenständig an der Frankfurter Börse gestartet ist. Aumovio wird deshalb auch temporär für einen Tag in den Dax aufgenommen.

„Der Dax profitiert nach der Fed-Sitzung von einer Kehrtwende am Devisenmarkt und steigt“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Jerome Powell hat sich auf der gestrigen Pressekonferenz sehr viel restriktiver geäußert, als es zunächst aus der Pressemitteilung abzulesen war. Er will auf Sicht fahren und von Sitzung zu Sitzung entscheiden.“ Das habe den Euro-Optimisten den Wind aus den Segeln genommen, da sie auf einen Pfad serieller Zinssenkungen in den USA hofften. „Der Euro schwächt sich ab und Anleger greifen wieder bei deutschen Aktien zu. Ihre Schmerzgrenze dürfte bei einem Euro von 1,19 US-Dollar liegen“, so Stanzl.

„Somit ist im Dax zunächst auch das August-Tief nicht überzeugend unterschritten worden“, fügte der Marktexperte hinzu. „Sehr optimistische Anleger könnten daraus eine Bärenfalle ableiten, also ein Fehlsignal auf der Verkäuferseite.“ Ferner seien allerdings kurzfristig keine Signale zu erkennen, die bereits auf eine Bodenbildung im Dax hindeuteten.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1819 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8461 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 67,68 US-Dollar; das waren 27 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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