Das sächsische Wirtschaftsministerium hat die Ergebnisse des IAB-Betriebspanels Sachsen 2024 vorgestellt. Demnach sehen sich die Unternehmen im Freistaat mit einer paradoxen Situation konfrontiert: Steigende Arbeitslosigkeit und ein Rückgang gemeldeter freier Stellen treffen auf einen wachsenden Fachkräftemangel.
Die Ergebnisse des IAB-Betriebspanels Sachsen für das Jahr 2024 verdeutlichen dies.
Während der Anteil arbeitgeberseitiger Kündigungen den höchsten Wert seit zehn Jahren erreicht hat, melden mehr als die Hälfte der Unternehmen weiterhin Personalbedarf. Die Unternehmen zeigen eine hohe Bereitschaft, Kompromisse bei der Einstellung von Fachkräften einzugehen, etwa durch die Akzeptanz eines erhöhten Einarbeitungsaufwands oder die Anpassung der Vergütung und Arbeitszeit.
Ein positives Signal gibt es bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf: 68 Prozent der sächsischen Betriebe bieten entsprechende Maßnahmen an, ein deutlicher Anstieg gegenüber 44 Prozent im Jahr 2016.
Zudem sind in 40 Prozent der sächsischen Betriebe Frauen in leitenden Funktionen tätig. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst in Sachsen lag im Juni bei 3.720 Euro für Vollzeitbeschäftigte.
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