Sachsens Landwirtschaftsminister sieht Rückenwind für Agrarreformen nach Ministerkonferenz

Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch sieht nach der Agrarministerkonferenz in Heidelberg „schwarz-roten Rückenwind“ für Reformen. Die am Freitag zu Ende gegangene Herbstkonferenz behandelte zentrale Themen wie den EU-Agrarhaushalt, Dünge- und Pflanzenschutzrecht sowie Tierhaltungsfragen.

Von Breitenbuch betonte, ein starker Agrarsektor sei essenziell für die Ernährungssicherheit Deutschlands und Europas.‘

‚Der Minister kritisierte insbesondere die geplante Einführung von Degression und Kappung in der EU-Agrarförderung ab 2028 als „falsches Signal“. Diese Position werde von allen Ressortchefs mit Ausnahme der grün geführten Länder Niedersachsen, Hamburg und Bremen unterstützt.

In ihrem Beschluss zum EU-Finanzrahmen fordern die Länder eine gleichbleibende Hektar-Förderung und eine Erhöhung des Agrarbudgets über die geplanten 300 Milliarden Euro hinaus.‘

‚Beim Düngerecht plädierte Sachsen für eine pragmatische Monitoringverordnung statt aufwendiger Stoffstrombilanzen. Zudem müsse das Verursacherprinzip in den Fokus rücken, um Betriebe in Nitratgebieten nicht pauschal zu belasten.

Die Konferenz sprach sich auch für eine Modernisierung der Pflanzenschutzsachkunde und eine Überarbeitung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes aus.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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