Die Grünen-Landtagsfraktionen aus dreizehn Bundesländern haben mehr Engagement für Naturschutzbildung gefordert. Das teilte der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion in Sachsen-Anhalt, Wolfgang Aldag, am Montag mit.
In einem gemeinsamen Aufruf kritisieren die Naturschutzpolitiker einen „dramatischen Kompetenzverlust in der Ökologie und Freilandbiologie“, der sich seit Jahrzehnten abzeichne.
Zu den Kernforderungen gehören mehr Unterstützung für Einrichtungen der Umweltbildung, ein erweitertes Angebot an Biodiversitätskursen an Hochschulen sowie zusätzliche Plätze im Freiwilligen Ökologischen Jahr und Bundesfreiwilligendienst mit Fokus auf Artenkenntnis. Aldag betonte, dass Planungsbüros, Unternehmen, Wissenschaft und Fachbehörden kaum noch qualifizierte Artenkenner finden würden.
In Sachsen-Anhalt beteilige man sich zwar an der Finanzierung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung und die Hochschule Magdeburg-Stendal forsche mit zahlreichen Projekten zum Natur- und Artenschutz.
Dennoch fehle es an Menschen mit Artenkenntnis, die in der Fläche wirken und ihr Wissen weitergeben könnten. „Das Problem ist dringend und wir müssen handeln, bevor es zu spät ist“, so Aldag abschließend.
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