Im ersten Halbjahr haben 138 der 218 Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt mindestens einen ihrer Realsteuerhebesätze angepasst. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, nutzten dabei 64 Kommunen erstmals die Möglichkeit, unterschiedliche Hebesätze für Wohn- und Nichtwohngrundstücke bei der Grundsteuer B festzulegen.
Für Nichtwohngrundstücke wie Geschäftsimmobilien liegen die Hebesätze nun zwischen 380 und 1.274 Prozent.
Die Spanne bei Wohngrundstücken reicht von 270 bis 590 Prozent. Die größte Differenzierung wählte Sülzetal mit 1.274 Prozent für Gewerbegrundstücke und 415 Prozent für Wohnimmobilien.
Bei der Gewerbesteuer gab es ausschließlich Erhöhungen um 5 bis 66 Prozentpunkte.
Bei der Grundsteuer A für Agrarflächen hob die Stadt Mücheln (Geiseltal) den Hebesatz am stärksten an – um 340 Prozentpunkte auf 660 Prozent. Sieben Gemeinden senkten dagegen ihre Hebesätze für landwirtschaftliche Flächen, darunter Zahna-Elster mit einer Reduzierung um 65 Prozentpunkte.
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