Linke warnt vor Versorgungslücke nach Schließung des Helios-Krankenhauses Zerbst

Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt kritisiert die angekündigte Schließung des Helios-Krankenhauses in Zerbst als Gefährdung der medizinischen Grundversorgung. Die gesundheitspolitische Sprecherin Nicole Anger sagte am Dienstag, die Entscheidung des Klinikkonzerns sei ein „harter Schlag für die Region“ und führe zu massiven Versorgungslücken.

Bereits in den vergangenen Monaten habe Helios kaum noch in die Ausstattung des Krankenhauses investiert, was auf eine lang geplante Schließung hindeute.

Patienten müssten nun längere Wege für grundlegende Behandlungen in Kauf nehmen. Die Erfahrungen mit früheren Klinikschließungen in Genthin und Havelberg zeigten, dass geschlossene Einrichtungen in der Regel nicht wiedereröffnet werden.

Die Linke fordert eine verlässliche Strategie zur Sicherung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

Das Land dürfe der Entwicklung nicht länger tatenlos zusehen, wenn private Krankenhauskonzerne sich zurückziehen. Nötig seien politische Antworten für eine wohnortnahe Versorgung in öffentlicher oder gemeinwohlorientierter Hand.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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