Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert mehr Engagement der Landesregierung für den Erhalt und die Weiterentwicklung landesbedeutsamer Fähren. Das teilte die Abgeordnete Cornelia Lüddemann am Mittwoch mit, nachdem eine Kleine Anfrage ergeben hatte, dass trotz Fördermitteln von über drei Millionen Euro seit 2020 strategisches Handeln und Innovation fehlen.
Lüddemann sagte, Fähren seien besonders umweltfreundliche Verkehrsmittel, die auch bei niedrigen Wasserständen zuverlässig transportieren könnten.
Allerdings stießen sie angesichts zunehmender Niedrigwassertage an ihre Grenzen. Die Umleitungsstrecken bei Ausfall betragen teilweise über 80 Kilometer – für Pendler, Rettungskräfte und Tourismus untragbar.
Gleichzeitig gebe es weder eine gesetzliche Meldepflicht für Fährausfälle noch eine zentrale Kommunikationsstruktur.
Die Grünen fordern daher Echtzeit-Informationen über Betriebszeiten und eine koordinierte Ersatzplanung. Zudem kritisierten sie, dass die Landesregierung zwar das Projekt „Ferry Go“ zu KI-gestützten Fährsystemen beobachte, aber keine eigenen Modellprojekte plane.
Statt kostspieliger Brückenbauten müsse man funktionierende, ökologische Verkehrslösungen stärken.
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