IG Metall warnt vor Demokratieverlust durch Arbeitsplatzabbau

Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hat auf einer Aktivenkonferenz in Hannover vor den gesellschaftlichen Folgen des industriellen Rückbaus gewarnt. „Wenn Betriebe dichtmachen, verlieren nicht nur Menschen ihren Arbeitsplatz – ganze Regionen verlieren ihr Fundament“, sagte Bezirksleiter Thorsten Gröger.

Jeder verschwundene Arbeitsplatz reiße ein Stück Vertrauen aus der Gesellschaft.

Deutschland habe im vergangenen Jahr über 200.000 Industriearbeitsplätze verloren, hinter diesen Zahlen stünden Fachkräfte, Schichtarbeiter und Familien, deren Lebenspläne ins Wanken gerieten. „Industrie war nie nur Ökonomie“, so Gröger.

„Sie war Identität, Stolz und Zusammenhalt. In vielen Orten war das Werk der Herzschlag der Gemeinschaft“.

Die Gewerkschaft fordert ein Zukunftsprogramm mit einem Industriestrompreis von 5 Cent pro Kilowattstunde, Investitionen in Schlüsselbranchen und mehr Tarifbindung.

Industriepolitik sei Demokratiepolitik. Sichere Arbeitsplätze seien der soziale Airbag des Landes und Voraussetzung für Vertrauen, Stabilität und Zukunft.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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