Umweltminister Armin Willingmann setzt sich für bessere Schutzmaßnahmen für Igel vor Mährobotern ein. Das teilte der Minister am Dienstag in Magdeburg mit, nachdem er das Kabinett über Themen der anstehenden Umweltministerkonferenz informiert hatte.
Automatische Gartengeräte ohne Wildtierschutz gefährden besonders nachtaktive Tiere wie Igel und Amphibien.
Schon kleine Maßnahmen könnten dazu beitragen, dass Igel oder Amphibien nicht unter die Räder kommen, betonte Willingmann. Mähroboter müssten nicht nachts fahren, und es sei heute kein Hexenwerk mehr, sie mit technischen Schutzmaßnahmen auszustatten.
Als positives Beispiel nannte er die Stadt Halle, wo eine Allgemeinverfügung den Betrieb von Mährobotern zwischen 18:00 und 8:00 Uhr verbietet.
Bei der Umweltministerkonferenz in Saarbrücken wird Sachsen-Anhalt einen Antrag unterstützen, der einheitliche Schutzmaßnahmen auf Bundesebene fordert. Geplant sind unter anderem festgelegte Betriebszeiten und technische Vorschriften, damit Mähroboter lebende Hindernisse erkennen und automatisch stoppen.
Für Igelschutz im Herbst empfiehlt das Ministerium, Laub- und Reisighaufen im Garten liegenzulassen.
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