Bundesratspräsident Bovenschulte betont Stärke des Föderalismus in Antrittsrede

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat in seiner Antrittsrede als Präsident des Bundesrates am Freitag die Bedeutung des Föderalismus hervorgehoben.

Er sagte, dass die gesellschaftliche und föderale Vielfalt Deutschlands keine Schwäche, sondern eine „echte Stärke“ sei, die das Land widerstandsfähig mache. Das Motto seiner Präsidentschaft, „Viele Stärken – Ein Land“, solle dies unterstreichen.

Bovenschulte ergänzte, dass der Föderalismus sich besonders in Krisenzeiten bewährt habe, wie während der Corona-Pandemie oder angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine. Trotz möglichem Reformbedarf habe sich das Prinzip des kooperativen Föderalismus als erfolgreich erwiesen. Er hob hervor, dass die wirtschaftliche Stärkung, der Schutz der freiheitlichen Grundordnung, die Rückgewinnung militärischer Souveränität und die Bekämpfung sozialer Ungleichheit zu den großen Herausforderungen zählten.

Der Bundesratspräsident erklärte, dass der Föderalismus bei diesen Aufgaben eine wichtige Rolle spiele, indem er die gesamtstaatlichen Interessen mit der politischen Vielfalt der Länder in Einklang bringe. Bovenschulte wurde am Freitag turnusmäßig einstimmig zum Präsidenten des Bundesrates gewählt und trat sein Amt am 1. November 2025 an. Seine Präsidentschaft endet am 31. Oktober 2026.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    DRK-Präsident: Deutschland im Zivilschutz nicht gut genug aufgestellt

    Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, sieht Deutschland im Zivil- und Bevölkerungsschutz nicht ausreichend vorbereitet.„Bei Weitem nicht gut genug“, sagte Gröhe dem Nachrichtenportal T-Online auf die Frage, wie…

    Rentenreform: Fratzscher vermisst „Mut und Konsequenz“ bei Vorschlägen der Kommission

    Die Vorschläge der Rentenkommission werden nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, nicht ausreichen, um die gesetzliche Alterssicherung zu stabilisieren.Die Reformvorschläge der Rentenkommission gingen in…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert