Die Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Beschwerden über private Videoüberwachung. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres gingen etwa 250 Eingaben ein, was einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, wie die Behörde mitteilte.
Fast ausschließlich betreffen die Beschwerden den Einsatz von Kameras durch Privatpersonen im Wohn- und Nachbarschaftsumfeld.
Die Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte Juliane Hundert wies darauf hin, dass Videoüberwachung zwar ein Sicherheitsgefühl vermittle, der öffentliche Raum oder benachbarte Grundstücke jedoch nicht überwacht werden dürften. Viele Täter ließen sich durch Kameras nicht abschrecken, da sie im Schutz der Dunkelheit agierten oder ihr Gesicht verdeckten.
Zudem verschärften Kameras Nachbarschaftskonflikte oft eher, als dass sie diese befriedeten.
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