Die Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt hat ihre Unterstützung für die geplanten Demonstrationen gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht bekräftigt. Das teilte die Fraktionsvorsitzende Eva von Angern am Donnerstag mit.
Von Angern erklärte, die Sorgen der jungen Menschen müssten endlich ernst genommen werden.
„Ein Großteil der jungen Menschen will nicht in den Krieg ziehen“, sagte sie. Die Meinung der Schüler zur geplanten Wiedereinführung der Wehrpflicht müsse in der Bundesregierung gehört werden.
Aktuell werde über die Zukunft der jungen Menschen entschieden, ohne sie anzuhören. Ihre Interessen und Wünsche spielten keine Rolle, kritisierte die Politikerin.
Die anstehenden Proteste seien Ausdruck für den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben in Frieden und Solidarität.
Die Linke lehne es strikt ab, dass die Bundeswehr massiv in Schulen und auf Berufsmessen um Personal werbe. Statt Milliarden in die Aufrüstung zu stecken, sollten diese in Kindergärten, sichere berufliche Chancen, gute Arbeitsplätze, Schulen und die Ausbildung junger Menschen investiert werden, forderte von Angern.
Sie dankte den Schulen, die einen Streik im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten konstruktiv begleiteten.
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