Iran-Konflikt treibt Ölpreise und Inflation – Wirtschaftsweise Schnitzer warnt vor breiten Preissteigerungen

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer erwartet, dass der Iran-Krieg zu Preissteigerungen auf breiter Front führt.

„Für Verbraucher zeigt sich der Effekt vor allem an der Zapfsäule, bei Heizkosten und mittelbar auch bei teureren Lebensmitteln oder Dienstleistungen“, sagte die Münchner Ökonomin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). „Zudem kann die Unsicherheit zu Turbulenzen an den Finanzmärkten führen und Investitionen belasten.“

Die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sagte weiter: „Solange der Konflikt begrenzt bleibt, dürften die Folgen spürbar, aber beherrschbar sein. Eine längere Eskalation könnte jedoch Inflation und Wachstum deutlich stärker belasten.“

Durch die eingeschränkte Schifffahrt in der Straße von Hormus – einer Route, über die rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls transportiert werden – stiegen die Ölpreise, führte Schnitzer aus. „Für Unternehmen bedeutet das höhere Kosten für Transport, Produktion und Logistik, weshalb besonders energieintensive Branchen wie Chemie, Luftfahrt und das verarbeitende Gewerbe insgesamt unter Druck geraten.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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