Großrazzia gegen mutmaßliche Schwarzarbeit-Vereinigung

Bei einer bundesweiten Razzia gegen eine mutmaßliche kriminelle Vereinigung sind acht Personen festgenommen worden. Das teilte das Hauptzollamt Berlin am Dienstag mit.

Rund 400 Einsatzkräfte von Zoll, Polizei und Steuerfahndung hätten seit vergangenem Donnerstag in mehreren Bundesländern über 60 Objekte durchsucht. Die Aktion stand unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Berlin.

Den 25 Beschuldigten im Alter von 18 bis 52 Jahren wird vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gebildet und dabei Scheinrechnungen im großen Stil verkauft zu haben.

Laut Ermittlern soll die Gruppierung so einen Sozialversicherungsschaden von etwa 40 Millionen Euro sowie erhebliche Steuerschäden verursacht haben. Die Käufer der Rechnungen hätten die fiktiven Summen auf Konten zahlreicher Servicegesellschaften überwiesen und das Geld abzüglich einer Provision bar zurückerhalten, um Sozialabgaben und Steuern zu umgehen.

Bei den Durchsuchungen wurden laut Behörden Bargeld in sechsstelliger Höhe, Fahrzeuge, Kryptowallets, mutmaßliches Rauschgift, Schreckschusswaffen, Goldschmuck und elektronische Datenträger sichergestellt.

Zehn Immobilien im Gesamtwert von rund 2 Millionen Euro wurden arrestiert. Sieben der Festgenommenen sitzen in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen hatten ihren Ursprung in Verfahren des Hauptzollamts Heilbronn gegen Bauunternehmer im Jahr 2023.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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