Umweltminister Schneider warnt vor US-Plänen für Grönland und fordert mehr Resilienz durch Recycling und erneuerbare Energien

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat mit Blick auf neue Konflikte um fossile Energien und Bodenschätze mehr Resilienz angemahnt.

Zu den US-Plänen für eine Annexion Grönlands sagte Schneider der „Rheinischen Post“: „Wir können froh sein, dass es noch Gebiete auf der Welt gibt, die nicht ausgebeutet werden. Insofern betrachte ich die US-Fantasien mit großer Sorge. Zumal es mich an üble Zeiten des Imperialismus erinnert, solche Drohungen gegen ein anderes Land auszusprechen, das darüber hinaus noch in der Nato ist.“ Europa müsse dagegenhalten und tue das bereits, sagte Schneider.

„Wir leben in Zeiten, in denen Großmächte wie nun leider auch die USA Machtpolitik mit Öl und Gas betreiben. Wer davon abhängig ist, hat ein Problem“, mahnte der Umweltminister. „Wer es dagegen schafft, weniger Öl und Gas zu verbrauchen und wichtige Rohstoffe zu recyceln statt zu importieren, steht besser da. Deswegen sind für mich die Umweltthemen, also Recycling und erneuerbare Energien, wichtiger denn je, um unabhängig und resilient zu werden“, sagte der SPD-Politiker.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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