Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Ukrainer wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit und Sabotageplänen

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Ukrainer vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart erhoben. Wie der Generalbundesanwalt am Dienstag mitteilte, sind die beiden Männer der geheimdienstlichen Agententätigkeit, der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken und der Verabredung zur schweren Brandstiftung hinreichend verdächtig.

Laut Anklageschrift versendeten beide und ein dritter Mann Ende März 2025 von Köln aus zwei Pakete mit aktivierten GPS-Trackern in Richtung Ukraine. Ein russischer Nachrichtendienst soll den Auftrag über Mittelsmänner in Mariupol erteilt haben. Ziel war es, Versandrouten und Transportabläufe bei einem Paketdienstleister auszuspionieren, um später Pakete mit Brandsätzen aufzugeben, die in Deutschland oder auf dem Weg in nicht von Russland besetzte Teile der Ukraine Schaden anrichten sollten.

Beide wurden im Mai 2025 festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Der dritte Mann wurde im Mai 2025 in der Schweiz festgenommen und im Dezember 2025 nach Deutschland ausgeliefert. Gegen ihn soll ebenfalls zeitnah Anklage erhoben werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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