Verkehrsministerium sucht Lösung für Finanzierungslücke bei Bahnprojekten

Das Verkehrsministerium ist zuversichtlich, die bestehenden Finanzierungsprobleme bei geplanten Bahn-Bauprojekten zu lösen, sieht aber noch Abstimmungsbedarf.

„Da steht das Wort der Bundesregierung nach dem letzten Koalitionsausschuss, dass diese Projekte, die baureif sind, letztendlich auch gebaut werden“, sagte ein Bahn-Sprecher am Freitag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. „An diesem Punkt sind wir aktuell noch nicht, wir werden aber natürlich da irgendwann hinkommen“, sagte er weiter.

Demnach seien bestimmte größere Bahn-Bauprojekte, um die es dabei geht, jetzt ohnehin noch nicht baureif. Wenn man sich die Finanzierungsperspektive dieser Projekte ansehe, dann seien sie „Stand heute nicht finanziert“.

Zuvor hatte bereits eine „Kleine Anfrage“ der Grünen-Bundestagsfraktion ans Licht gebracht, dass bis ins Jahr 2029 zwei Milliarden Euro fehlen. Betroffen sind laut der Antwort des Bundesverkehrsministeriums unter anderem die geplante Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung in Thüringen sowie die Elektrifizierung der Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Freilassing im Abschnitt Dorfen.

Auch mit dem Bau der sogenannten Wallauer Spange, die Wiesbaden besser an den Frankfurter Flughafen anbinden soll, kann vorerst nicht begonnen werden. Ebenso können vorbereitende Maßnahmen für den Ausbau des Mannheimer Bahnknotens nicht stattfinden. Zudem ist eine 267 Millionen Euro teure Anlage für den kombinierten Güterverkehr in Regensburg betroffen.

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