FDP-Chef Dürr fordert verpflichtende Sommerschule für Kinder mit Sprachdefiziten

FDP-Chef Christian Dürr plädiert für eine verpflichtende Sommerschule für Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen. „Eine solche gezielte Ferienverkürzung muss in allen 16 Bundesländern stattfinden“, sagte er dem „Focus“.

Gute Deutschkenntnisse seien „die Grundlage für Integration, echte Teilhabe und reale Aufstiegschancen für Kinder“, so Dürr. Mehrsprachigkeit sei zwar eine Bereicherung, „doch in der Realität werden noch immer zu viele Kinder eingeschult, die am Ende keine Sprache wirklich gut beherrschen“. Eine vielfältige Gesellschaft brauche eine gemeinsame Sprache. „Und das ist bei uns Deutsch.“ Der FDP-Chef verlangt zudem verbindliche Sprachtests für alle Kinder spätestens zwei Jahre vor der Einschulung.

Auch bei der Finanzierung setzt Dürr an. „Statt immer mehr Geld für bürokratische Subventionen zu verschwenden, müssen die Bildungsausgaben auf mindestens 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung in Deutschland erhöht werden“, fordert er. „Das ist ein elementarer Teil des Aufstiegsversprechens der FDP.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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