Russischer Militärattaché in Deutschland ausgewiesen – Bundesregierung reagiert auf Spionagevorwürfe im Ukraine-Krieg

Die Bundesregierung hat den stellvertretenden Militärattaché der russischen Botschaft in Deutschland zur Ausreise aufgefordert.

„Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht – erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus“, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag mit. „Wir haben heute den Botschafter Russlands einbestellt und ihm die Ausweisung der betreffenden Person mitgeteilt, die im Auftrag von Russland spioniert hat.“

Wie der „Spiegel“ berichtet, soll die Aufforderung im Zusammenhang mit der Festnahme einer mutmaßlichen russischen Spionin am Mittwoch stehen. Der stellvertretende Militärattaché sei in Wirklichkeit für einen russischen Geheimdienst tätig gewesen und habe die Festgenommene „seit langer Zeit geführt“, heißt es weiter. Ihrem Kontaktmann soll sie laut Bundesanwaltschaft unter anderem Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Berliner Strom-Anschlag: Hunderte Hinweise und neue Spuren nach Belohnungsausschreibung

    Bei den Ermittlungen nach dem Anschlag auf die Berliner Stromversorgung haben die Behörden offenbar auch einige Hinweise auf konkrete Spuren erhalten.„Die Belohnung von einer Million Euro zur Ermittlung der Täter…

    Trump droht Iran mit militärischen Konsequenzen wegen Minen in der Straße von Hormus

    US-Präsident Donald Trump hat den Iran aufgefordert, etwaige Minen aus der Straße von Hormus, die den Persischen Golf von den Weltmeeren trennt, zu entfernen.Trump teilte am Dienstag über seine Plattform…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert