Linke fordert Verbot von Zwangsräumungen und Energiesperren in Sachsen-Anhalt

Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt hat die Landesregierung aufgefordert, Zwangsräumungen zu verhindern und Strom- sowie Heizsperren zu verbieten. Das teilte die Abgeordnete Kerstin Eisenreich in einer Landtagsdebatte mit.

Sie betonte, Wohnen sei ein Recht und kein Luxusgut, doch die Realität sehe für viele Menschen im Land anders aus.

Laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband liegt die Wohnarmutsquote in Sachsen-Anhalt bei 28 Prozent, was der zweithöchste Wert in Deutschland sei. Besonders betroffen seien Kinder, Jugendliche und ältere Menschen.

Im Jahr 2024 seien im Land 1.322 Wohnungen zwangsgeräumt worden, was 6,16 Räumungen auf 10.000 Einwohner entspreche. Zudem habe es 10.867 Stromsperren und 753 Gassperren gegeben.

Die Linke fordert in einem Antrag ein preisgedeckeltes Grundkontingent für Strom und Heizung sowie die Wiedereinführung der staatlichen Strompreisaufsicht.

Eisenreich kritisierte, dass viele Sperren und Räumungen auf das Versagen unseriöser Vermieter zurückgingen, während die Mieter unverschuldet betroffen seien. Sie verwies auf Vorfälle in Magdeburg, Halle und Merseburg, wo Menschen zeitweise ohne Heizung und Warmwasser dastanden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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