Über 200 politisch motivierte Straftaten gegen Geflüchtete im vierten Quartal 2025 gemeldet

Die Attacken gegen Geflüchtete nehmen kein Ende.

Die Bundesregierung meldet laut der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagsausgabe) mehr als 200 politisch motivierte Straftaten gegen Asylsuchende und Geflüchtete allein im vierten Quartal 2025. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Innenpolitikerin Clara Bünger hervor.

Registriert worden seien 204 Straftaten gegen diese Personengruppe sowie weitere 33 politisch motivierte Straftaten gegen Unterkünfte von Geflüchteten, darunter Brandstiftungen. Verletzt wurden laut des Berichts 25 Menschen, auch ein Kind.

Die Zahlen aus dem Bundesinnenministerium geben nach Angaben der „Frankfurter Rundschau“ noch nicht das komplette Bild wieder, denn viele Taten würden erst mit Verspätung in die Statistik aufgenommen.

„Seit Jahren gehören Übergriffe auf Geflüchtete zum Alltag in Deutschland“, sagte die Linken-Abgeordnete Bünger der Zeitung. Menschen, die auf der Suche nach einem Leben in Sicherheit und Würde hierhergekommen seien, würden angefeindet, eingeschüchtert, bedroht und auch körperlich angegriffen. „An diese Zustände dürfen wir uns niemals gewöhnen“, sagte Bünger der „Frankfurter Rundschau“.

Nach Ansicht der Abgeordneten reicht es nicht, Täter strafrechtlich zu verfolgen. „Es braucht endlich Konzepte für wirksamen Schutz. Daneben wäre es von zentraler Bedeutung, das Schüren von Rassismus in den Parlamenten und von den Regierungsbänken aus zu beenden.“ Wenn Geflüchtete dort permanent zum Problem erklärt würden, fühlten sich „rechte Bürger ermutigt, ihre rassistischen Ressentiments in die Tat umzusetzen“, sagte sie.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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