Ostdeutsche Allgemeine startet mit hoher Nachfrage – Startauflage an Bahnhöfen schnell ausverkauft

Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ (OAZ) hat zu ihrem vielbeachteten Start offenbar guten Absatz gefunden. An vielen Bahnhofsbuchhandlungen wurde die Startauflage übers Wochenende ausverkauft.

Nach Informationen der dts Nachrichtenagentur hatte ein Zeitungskiosk am Berliner Ostbahnhof 120 Exemplare bekommen, am Sonntagmittag ging das letzte über den Tresen – zum Stückpreis von 3,90 Euro. So etwas hat es dort offenbar schon länger nicht mehr gegeben.

„Viele haben das Exemplar direkt in eine Folie gepackt, weil sie erwarten, dass es noch einmal etwas wert wird“, sagte eine Verkäuferin. Sie hoffe, dass am Montag weitere Exemplare kommen, denn den Tag über wurde weiter permanent danach gefragt.

In einer Bahnhofsbuchhandlung in Dresden-Neustadt soll die Zeitung bereits am Freitagmittag ausverkauft gewesen sein, in Leipzig gab es am Freitagabend wohl nur noch wenige Exemplare. Insgesamt ging die Zeitung mit einer Auflage von 43.000 Stücken an den Start, verteilt auf rund 7.000 Verkaufsstellen.

Die OAZ selbst teilte am Sonntag mit, „von der deutlich größeren Nachfrage überrascht“ worden zu sein. Es komme daher zu Lieferengpässen. „Wir bedanken uns für die positive Marktresonanz und sind mit unserer Distribution in Abstimmung, zeitnahe Nachlieferungen in der Fläche zu ermöglichen.“ Die Startauflage der OAZ wurde demnach zu zwei Dritteln im Osten und zu einem Drittel im Westen Deutschlands verteilt.

Die OAZ ist das erste größere Zeitungsprojekt in Deutschland seit Jahren und wird angesichts sinkender Printauflagen in der Branche mit Interesse beobachtet. Herausgeber ist Holger Friedrich, der 2019 als Branchenfremder den Berliner Verlag übernommen hatte.

  • Related Posts

    Tschechischer Außenminister gegen Sudetendeutschen Tag in Brünn

    Der tschechische Außenminister Petr Macinka lehnt die Austragung des Sudetendeutschen Tages in seinem Land ab. Das Treffen soll zu Pfingsten erstmals in Brünn (Brno) stattfinden.„Das ist ein sehr unglücklicher Vorgang“,…

    Tschechischer Außenminister weist EU-Reformvorschläge von Wadephul zurück

    Der tschechische Außenminister Petr Macinka hat die EU-Reformpläne seines deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (CDU) zurückgewiesen. „Ich glaube nicht, dass Europa durch abstrakte Visionen aus Brüssel gerettet werden kann“, sagte Macinka…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert