Der Landesvorstand der AfD Sachsen-Anhalt hat eine interne Kommission zum Umgang mit Personalangelegenheiten eingesetzt. Das teilte der Landesvorsitzende Martin Reichardt am Montag mit.
Das Gremium mit dem Namen ‚Verhalten im politischen Betrieb‘ soll unter der Leitung des Landtagsabgeordneten Gordon Köhler Empfehlungen für die Anstellungspraxis erarbeiten und gesetzliche Regelungen entwerfen, die Missbrauch vorbeugen sollen.
Hintergrund ist laut Reichardt eine ‚politisch-mediale Kampagne‘, die sich gegen den Verband, seine Mitglieder und den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026, Ulrich Siegmund, richte. Der Vorwurf der Vetternwirtschaft werde entschieden zurückgewiesen.
Die eigenen Anstellungsverhältnisse seien rechtlich einwandfrei, so der AfD-Chef.
Die Kommission solle dennoch Vorschläge machen, um ‚jeder weiteren Skandalisierung rechtmäßiger Arbeitsverhältnisse vorzubeugen‘. Gleichzeitig kündigte Reichardt an, dass man nach einer möglichen Regierungsübernahme das ‚Missbrauchspotenzial‘ bei der Beschäftigung von Verwandten in Ministerien und Behörden, wie es andere Parteien praktizierten, ‚konsequent auflösen‘ werde.
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