Die Zahl der Bildungsempfehlungen für Gymnasium und Oberschule in Sachsen liegt nahezu gleichauf. Das teilte das Sächsische Staatsministerium für Kultus mit.
Von den rund 34.200 Viertklässlern an öffentlichen Grundschulen erhielten zum Halbjahr 50,9 Prozent eine Empfehlung für das Gymnasium und 49,1 Prozent für die Oberschule. Im Vorjahresvergleich ist der Anteil der Gymnasialempfehlungen damit leicht gesunken.
Kultusminister Conrad Clemens betonte die Gleichwertigkeit beider Schularten. ‚Wir haben die Oberschule gestärkt und sehen Gymnasium und Oberschule als absolut gleichberechtigt! Auf beiden Wegen kann man jeden Beruf erlernen‘, sagte er.
Den Eltern rief er zu, der Bildungsempfehlung zu vertrauen. Den Angaben zufolge folgten im aktuellen Schuljahr 75,4 Prozent der Eltern der erteilten Empfehlung.
Die Zahlen für das Schuljahr 2024/2025 zeigen ein ähnliches Bild: Damals erhielten 50,8 Prozent der Viertklässler eine Gymnasial- und 49,2 Prozent eine Oberschulempfehlung.
Etwa 19 Prozent der Schüler mit Gymnasialempfehlung wählten dennoch die Oberschule, während rund 6 Prozent trotz Oberschulempfehlung auf ein Gymnasium wechselten. Für etwa ein bis zwei Prozent der Schüler, die in DaZ-Klassen oder inklusiv unterrichtet werden, wurde keine Bildungsempfehlung ausgesprochen.
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