Die BSW-Landtagsfraktion in Sachsen setzt sich für einen Ausbau des Schulmodells „Oberschule plus“ ein. Das teilte der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Lars Wurzler, nach einem Besuch der Oberschule Pockau-Lengefeld am Freitag mit.
Er sieht in dem Konzept des längeren gemeinsamen Lernens von der ersten bis zur neunten oder zehnten Klasse die Zukunft für das sächsische Schulsystem, insbesondere im ländlichen Raum.
Wurzler argumentiert, dass das Modell der inklusiven Schulpolitik des Freistaates besser entspreche als die frühe Trennung der Bildungswege. „Lernen in heterogenen Gruppen fördert die soziale Kompetenz“, sagte er.
Zudem könne der Schulform eine existenzsichernde Funktion für Grund- und Oberschulen auf dem Land zukommen, da sie auch bei rückläufigen Schülerzahlen mit nur ein oder zwei Zügen pro Jahrgang geführt werden könne.
Bislang gibt es in Sachsen weniger als fünf solcher Schulen, darunter die Oberschule Pockau-Lengefeld und die Freie Keulenbergschule in Großnaundorf. Die BSW-Fraktion kündigte an, sich für eine Vereinfachung des bürokratischen Antragsverfahrens einzusetzen, um mehr staatliche Schulen für den Weg zur ‚Oberschule plus‘ zu gewinnen.
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