Sondervermögen: Länder investieren Milliarden in Straßenbau und Krankenhäuser

Länder und Kommunen wollen die 100 Milliarden aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen des Bundes schwerpunktmäßig für Straßenbau und Krankenhäuser ausgeben. Das ergab eine Umfrage des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochausgaben) unter den 16 Bundesländern. Sie mussten bis Dienstag beim Bundesfinanzministerium ihre Pläne vorlegen, wie sie das Geld aus dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen des Bundes für die nächsten zwölf Jahre verplanen.

Nordrhein-Westfalen bekommt als bevölkerungsreichstes Bundesland mit 21,1 Milliarden Euro den größten Anteil aus dem Sondervermögen – davon sollen allein 1,5 Milliarden Euro in den Straßenbau fließen. Baden-Württemberg will eine Milliarde der insgesamt 13,1 Milliarden Euro in Straßen und Schienen investieren.

In Hessen sollen die Krankenhäuser in den kommenden Jahren 950 Millionen Euro und in Brandenburg 460 Millionen Euro aus dem Sondervermögen erhalten. In anderen Ländern profitieren Unikliniken besonders stark: Baden-Württemberg steckt mit 800 Millionen Euro rund viermal so viel in seine Unikliniken wie in seine allgemeine Krankenhausinfrastruktur. In Niedersachsen entfallen 850 Millionen Euro allein auf Baumaßnahmen für die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    US-Militär greift erneut iranische Ziele an und verschärft Blockade der Straße von Hormus

    Das US-Militär hat in der Nacht zu Samstag erneut iranische Ziele attackiert. Das Pentagon erklärte, dass die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter geschwächt werden sollen. Die iranischen Revolutionsgarden behaupteten, zwei…

    Bundesinnenminister Dobrindt stuft Bedrohungslage hoch: Anschlagspläne gegen Deutschland erkennbar

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnt vor einer verschärften Sicherheitslage in Deutschland. „Die vermehrte Melde- und Aufklärungslage hat mich dazu veranlasst, die bislang formulierte abstrakte Bedrohungslage zu einer hohen Bedrohungslage hochzustufen“,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert