Verkehrsminister Hermann spricht bei Ostermarsch und fordert mehr Friedensdiplomatie

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wird als einer der wenigen prominenten Politiker bei einem der Ostermärsche der Friedensbewegung auftreten. Am Ostersamstag werde er beim überparteilichen „Friedensbündnis Freudenstadt“ in Alpirsbach sprechen, sagte Hermann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

„Ich bin wie viele Menschen besorgt über die Militarisierung der internationalen Politik, besonders über völkerrechtswidrige Angriffskriege Russlands, Israels und der USA“, sagte Hermann. 2025 hatte die Grünen-Parteichefin Franziska Brantner Kritik an den Ostermärschen geäußert, man müsse Solidarität mit den Angegriffenen haben, nicht den Aggressoren beistehen. Hermann ficht das nicht an: „Pazifisten sind bei den Grünen schon länger eine Minderheit. Selbstverständlich stehen wir auf der Seite der Opfer. Das reicht aber nicht. Notwendig sind mehr Anstrengungen zum Frieden, mehr Diplomatie“, sagte er. Wenn man den Frieden wolle, müsse man nicht den Krieg, sondern den Frieden vorbereiten. „Im Grundgesetz steht übrigens ein klares Friedensgebot für die Regierenden wie für das Volk.“

Der Krieg der USA und Israels gegen Iran sowie die israelischen Angriffe im Libanon seien „völkerrechtswidrig und brutal“, ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Hermann weiter: „Die Friedensbewegung setzt ein klares Stoppsignal gegen Militärinterventionen mit fragwürdigen Begründungen und gegen autokratische Regierungen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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