BSW kritisiert geplanten Abbau von 4.800 Lehrerstellen in Sachsen

Die BSW-Landtagsfraktion in Sachsen hat die vom Kultusministerium geplanten Stellenstreichungen im Schulbereich scharf kritisiert. Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Lars Wurzler, teilte am Montag mit, der Plan, bis 2040 rund 4.800 Lehrerstellen zu streichen, sei ein „bildungspolitischer Irrweg“.

Statt die bekannten Probleme wie Lehrermangel und Unterrichtsausfall anzugehen, würden neue Unsicherheiten geschaffen.

Wurzler kritisierte, die Koalition orientiere sich bei ihren Plänen offenbar an starren demografischen Kennziffern und betriebswirtschaftlicher Steuerung statt an den tatsächlichen Bedarfen der Schulen. „Wer wie Minister Clemens Schulen primär nach Kassenlage organisiert, verwechselt Bildungspolitik mit betriebswirtschaftlicher Steuerung“, sagte er.

Ziel müssten kleinere Klassen, individuelle Förderung und eine bessere Unterrichtsversorgung sein.

Der Abgeordnete forderte die Staatsregierung auf, die Planungen offenzulegen und eine Bedarfsanalyse vorzulegen, die sich an der Qualität der Bildung orientiere. Zudem müssten vor solchen Entscheidungen die Betroffenen wie Lehrerverbände und Elternvertretungen angehört werden.

Er verwies auch auf die räumliche Nähe von Finanz- und Kultusministerium, die kurze Wege für Sparvorgaben bedeute.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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