Die Universitätsmedizin Magdeburg hat eine neue Software zur Verbesserung der Strahlentherapie eingeführt. Das teilte die Klinik mit.
Mit der Technologie der Firma Therapanacea können aus MRT-Aufnahmen sogenannte synthetische CT-Bilder erzeugt werden, was die Planung von Bestrahlungen präziser machen soll.
Bisher mussten für die Therapieplanung normalerweise CT- und MRT-Bilder in einem aufwendigen Schritt kombiniert werden. Die neue Software berechnet nun aus den MRT-Daten ein synthetisches CT, sodass beide Informationsarten aus einer einheitlichen Bildbasis stammen.
Ein klassisches CT bleibt laut Klinik in vielen Fällen weiterhin Teil der Behandlung, die neue Methode ergänze aber die Planung und erhöhe die Genauigkeit.
Der Einsatz erfolgt bei ausgewählten Indikationen, bei denen eine hohe Weichteilauflösung nötig ist. Durch den Wegfall der Bildüberlagerung sollen Ungenauigkeiten reduziert werden, was eine exaktere Abgrenzung des Tumors und einen besseren Schutz des umliegenden Gewebes ermöglicht.
Die Universitätsmedizin Magdeburg ist nach eigenen Angaben die erste Klinik in Sachsen-Anhalt, die diese Technologie nutzt.
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