DAK-Chef Storm kritisiert Warkens Gesundheitsreform als einseitig und ungerecht

Der Vorstandschef der gesetzlichen Krankenversicherung DAK-Gesundheit, Andreas Storm, hat die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für eine tiefgreifende Gesundheitsreform scharf kritisiert.

„Die Vorschläge von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken haben eine extreme Schlagseite, die den Erfolg der geplanten GKV-Finanzreform gefährden könnte“, sagte Storm der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Wer ein so großes Sparpaket für das Gesundheitssystem auf den Weg bringen will, muss auf eine faire und gerechte Lastenverteilung achten.“

Das sei bislang nicht der Fall. „Die Vorschläge belasten nahezu ausschließlich den Leistungsbereich und die Versicherten“, so der DAK-Chef. „Hingegen fehlt der Einstieg in die auskömmliche Finanzierung der Kassenausgaben für Bürgergeldempfangende völlig. Das ist nicht akzeptabel. Wenn sich der Staat nicht an den Ausgaben für versicherungsfremde Leistungen beteiligt, gibt es ein Akzeptanzproblem für das Gesamtpaket“, so Storm. „Hier muss zwingend nachgesteuert werden.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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