Greenpeace und Deutsche Umwelthilfe kritisieren Entlastungen für Autofahrer und Gasförderung

Greenpeace kritisiert die geplanten Entlastungen der Koalition für Autofahrer scharf.

„Die Bundesregierung steuert das Land mit diesem Paket weiter Richtung fossiler Infarkt“, sagte Greenpeace-Mobilitätsexpertin Lena Donat dem Tagesspiegel. Die Politik der Bundesregierung sei „etwa so sinnvoll, wie den Preis auf Rettungsringe zu senken, wenn ein Schiff sinkt“. Statt kurzfristige Trostpflaster zu verteilen, müsse verantwortungsvolle Politik dafür sorgen, so schnell wie möglich von Öl und Gas unabhängig zu machen.

Auf hohe Öl- und Gaspreise mit niedrigeren Energiesteuern zu reagieren, „verpulvert tagtäglich Millionen an Steuergeldern und das vor allem an Gutverdienende mit großen Spritschluckern“, so Donat. Stattdessen müsse man so schnell wie möglich von Öl und Gas unabhängig werden.

Die Regierung solle den Menschen helfen, aus der „fossilen Falle“ herauszukommen, etwa über ein Mobilitätsgeld. „Jeder neue Verbrenner, jede weitere Gasheizung, die heute noch verkauft wird, vergrößert unsere fossile Abhängigkeit“, so Donat.

Die Deutsche Umwelthilfe stellt sich gegen die Pläne der Bundesregierung, heimische Gasvorkommen zu erschließen. „Ein Wiedereinstieg in die nationale Gasförderung bringt kurzfristig keinen Nutzen“, sagte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Sascha Müller-Kraenner, dem Tagesspiegel. Auch langfristig würden nur ausgewählte Unternehmen der Gasindustrie profitieren. „Die Bundesregierung stellt sich damit in den Dienst der Gaslobby“, sagte Müller-Kraenner.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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