DAX rutscht leicht ins Minus – Analyst sieht positive Tendenz in Berichtssaison trotz Energiesorgen

Der Dax hat sich am Mittwoch nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag leicht in den roten Bereich gerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.010 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Bayer, Merck und Rheinmetall, am Ende FMC, Airbus und die Deutsche Bank.

„In der laufenden Berichtssaison lässt sich alles in allem eine positive Tendenz aus den Quartalszahlen ableiten, auch wenn es vereinzelte Ausnahmen gibt“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „So werden die Ergebnisse von ASML nun doch positiv bewertet und ziehen den europäischen Halbleitersektor mit nach oben.“ Auch bei den Autobauern könnten die Quartalszahlen von Stellantis und Schaeffler die positive Dynamik aufrechterhalten. Die Talsohle scheine in einzelnen Branchen durchschritten. „Das hatte sich zum Jahresstart bereits angedeutet und setzt sich jetzt trotz des Iran-Kriegs weiter fort.“

„Es muss jedoch beobachtet werden, wie sich die Teuerungsraten durch die höheren Energiepreise entwickeln“, so Lipkow. „Die Daten zur europäischen Industrieproduktion fielen etwas besser als erwartet aus und gingen auf Jahressicht um lediglich 0,6 Prozent und nicht wie erwartet um ein Prozent zurück.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1786 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8485 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 95,98 US-Dollar; das waren 1,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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