Bundeswehr schränkt private Handynutzung aus Sicherheitsgründen ein

Aus Angst vor Spionageangriffen schränkt das Haus von Boris Pistorius (SPD) die Nutzung von privaten Mobiltelefonen im Verteidigungsministerium und in Dienststellen der Bundeswehr drastisch ein.

In einer aktuellen Sicherheitsanweisung, über die der „Spiegel“ berichtet, heißt es, dass keine privaten Geräte wie Handys, Tablets oder Smartwatches in persönliche oder virtuelle Besprechungen mitgebracht werden dürfen, in denen Inhalte besprochen werden, die als „Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch“ oder höher eingestuft sind. Besonders gelte dies, wenn es in den Runden um die „Planung von Übungsvorhaben / Einsätzen“ oder die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr gehe. Vor solchen Terminen müssen alle privaten Geräte in Schließfächern auf den Fluren gesperrt werden. Die Regel gilt auch für Amtsstuben, in denen Dokumente lagern, die als „Verschlusssache“ eingestuft sind.

Grund für die Maßnahme sei die erhebliche Bedrohung durch Spionage, die auch zur Vorbereitung von Sabotageakten dienen könne, heißt es in der Anweisung. Die Bundeswehr sei derzeit „priorisiertes Aufklärungsziel insbesondere russischer Spionageaktivitäten“, so die Warnung. Auch China verfolge einen „strategischen und langfristigen Ansatz der nachrichtendienstlichen Informationsgewinnung“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Cäsium-137 in Wildschweinen: 40 Jahre nach Tschernobyl noch immer tausende Grenzwertüberschreitungen

    Auch 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl überschreiten Wildschweine in mehreren Bundesländern die Grenzwerte für radioaktives Cäsium-137 und dürfen deshalb nicht in den Handel gelangen.Laut Zahlen des Bundesverwaltungsamtes wurden…

    Studie: Deutsche machen Mineralölkonzerne für hohe Benzinpreise verantwortlich

    Für viele Deutsche sind vor allem die Mineralölkonzerne an den hohen Benzinpreisen schuld. 46 Prozent sind davon überzeugt, dass die hohen Benzinpreise hauptsächlich auf die überhöhten Preise der Mineralölkonzerne zurückzuführen…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert